Herbst um San Francisco

Nachdem wir vom Sommer ja einiges berichtet haben nun zum Herbst um San Francisco —  seit den Regentagen im Oktober während Flos Besuch ist er da, und in mancherlei Hinsicht vielleicht auch irgendwie schon wieder rum.
Die frühe Dunkelheit, der niedrige Sonnenstand, die bunten Farben der Laubbäume gepaart mit dem frisch Geruch der frühmorgendlichen Feuchte durch Nachtnebel, der sich niederschlägt; all das gibt uns das herbstliche Gefühl, das wir gewohnt sind. Verständlich ist auch, dass durch den Regen und die Feuchte innerhalb weniger Wochen alle Wiesen schlagartig wieder grün geworden sind. Die Kinder haben sich sehr über die ersten Grashalme gefreut, wollten sie gleich „erfühlen“ und auf der neuen Wiese rumtollen.
Sehr surreal ist aber, dass derzeit viele Frühlingsblumen und Sträucher anfangen zu blühen und die Mittagstemperatur wie heute zum Beispiel immer noch bei über 20 °C liegt. Die große Eiche unseres Nachbarn, an der unsere Schaukel hängt, treibt seit Ende November wieder neue Blätter aus, wohlgleich die letzten alten noch nicht vom Baum gefallen sind.
Die Nachttemperaturen hingegen fallen teils knapp bis zum Gefrierpunkt – den ersten Raureif hatten wir auch schon in schattigen Ecken. Daher ist gerade auch hier bei schlechter Gebäudeisolation und einfach verglasten Fenstern extensives Heizen angesagt. Die Morgentemperatur im Haus fällt teils bis auf merklich unter 15 °C!
Ähnlich unerwartet geht es in San Francisco zu. Obwohl noch nicht einmal Thanks Giving gefeiert wurde, ist schon an vielen Stellen für Weihnachten dekoriert?! Das Highlight unserer Entdeckungstouren ist jedoch die Eisfläche, die vor wenigen Tagen am Union Square zwischen Palmen eröffnet hat und bei bis zu 20 °C und Sonnenschein den ganzen Tag über betrieben wird. Ich wollte auch schon immer mal in meiner Badehose Eislaufen gehen ;-). (Benjamin Butz)