Unsere erste Woche im „Golden State“

In den ersten Tagen gab es nach unserer Ankunft hier „soviel Regen wie sonst in einem ganzen Jahr“ (Zitat unserer Vermieter). Unser aktuelles Titelbild zeugt noch davon. Etwas frustriert verbrachten wir daher merklich Zeit in unserer Unterkunft, sofern wir nicht im teils strömenden Regen mit unseren Rädern und Kinderanhänger unterwegs waren. Das kleine Häuschen – wir wohnen nicht im Haus, das man bei Google von der Straße aus sieht (wer unsere genaue Anschrift kennt), sondern in dem kleinen Cottage im Garten 😉 – ist zwar etwas knapp bemessen (< 35 m², nicht von den Weitwinkelaufnahmen täuschen lassen), dafür ist die Familie, die es vermietet und hier im Haupthaus wohnt, super lieb. Deren drei Kinder im ähnlichen Alter verstehen sich mit Doro und Caro super und so verbringen alle  möglichst jede freie Minute zusammen im Garten (meist auf irgendwelchen Bäumen).

Nachdem wir den Jetlag überwunden haben (fitte Bewegungsdrangkinder nachts um 3:00 a.m. gehen garnicht!), schlafen die beiden jetzt teils sogar etwas länger als in Deutschland. Der Kauf eines ersten Glases Nutella, von Selbstback-Croissants und anderer Leckereien, z.B. Jelly Bellies (ich werde da noch süchtig von 😉 ) hatte glücklicherweise die Stimmung heben können.

Dank der super Unterstützung durch Claudia & Jörn sowie unserer Fahrräder haben wir uns hier sehr schnell zurechtgefunden und sind von den hiesigen (Ernährungs-)möglichkeiten doch sehr positiv überrascht. Vor allem das reife Obst und Gemüse vom (Bio-)Markt ist der Hit. Vor allem der erste Ausflug zum Campus der Stanford Universität – (die nachfolgenden auch!) und die ersten Besuche in einer der „Mensen“ haben uns total überwältigt. Entsprechende Fotos werde ich die kommenden Tage mal einstellen, nachdem ich die Hochschulrichtlinien zum Fotographieren auf dem Uni-Campus verstanden habe ;-).

Natürlich hatten wir in den ersten Tagen viel organisatorisches zu erledigen. Bereits am Tag unserer Ankunft habe ich mich der Montage unserer Trekkingräder gewidmet, da wir es zunächst ohne Mietwagen hier probieren wollten. Dann folgten der Abschluss des Visa-Verfahrens im International Center der Uni, der Einrichtung eines US-Bankkontos, die Anmeldung an der Uni und die Beantragung von Uni ID-Cards (auf die auch die Kleinen mächtig stolz sind ;-)), der Besuch des freitagmorgentlichen Treffens der Gastwissenschaftler-Angehörigen, der erste Besuch an meinem Gastgeberinstitut sowie die Reinigung meines neuen Arbeitsplatzes und noch vieles mehr… Achso, ja, vor allem erste Besichtigungen von Häusern in der Gegend waren angesagt, da unsere Unterkunft nur für den Monat März angemietet ist.

Die letzten beiden Bilder der Galerie zeigen unsere technische Lösung zur Reduktion des Wasserdurchflusses unserer Dusche – unsere erste leere Keksdose hat hier Abhilfe geschaffen. Trotz immenser Probleme mit Trockenheit in Kalifornien in den letzten Jahren scheint noch nicht durchgedrungen zu sein, dass man in anderen Nationen mit geeigneten Hähnen nicht nur die Temperatur sondern auch die Durchflussmenge einstellen kann. [Benjamin Butz]

Kommentar verfassen