Winterurlaub in Deutschland

… großes Wiedersehen und wilde Feste mit Familie und Freunden: unser Winterurlaub in good old Germany hat neben dem 75. Geburtstag meines Papas auch organisatorische und berufliche Gründe wie zum Beispiel die notwendige Verlängerung unserer Visa. Da unser Flug am 20.12. kurz vor Weihnachten ziemlich überbucht war, hatten wir knapp in Höhe des gesamten ursprünglichen Flugpreises einen schönen Batzen Geld angeboten bekommen, um einen Tag später zu fliegen. Aber wir hatten uns dann aus organisatorischen Gründen mit den kleinen Kindern doch dagegen entschieden. Der Flug verlief recht angenehm, auch wenn keiner von uns wirklich lange schlafen konnte. Aufgrund zu geringer Ladekapazität im A380 hat es einer unserer Koffer – natürlich der mit den Weihnachtsgeschenken – zunächst nicht nach Frankfurt geschafft. Er wurde noch am selben Tag von San Francisco nach München geflogen und von dort einen Tag später per Expressspediteur direkt zu uns nach Lustadt geliefert. Leider hat er den Flug oder, wie ich vermute, eher die Auslieferung nicht unbeschadet überstanden – es fehlte eine ganze Kofferecke samt Rolle, etwa (10 cm)³. Daher haben wir uns für den Rückflug nach einer Alternative umschauen müssen – nachdem wir mit der Fluggesellschaft die Kostenübernahme geklärt hatten.
Da wir einen etwas längeren Aufenthalt vorgesehen haben, ist dieser mit einigen schönen Festen und Treffen verbunden.

… wurde als Ersatzteilspender genutzt und wird entsorgt

Weihnachten

Zuallererst war da natürlich das Weihnachtsfest mit Geschwistern, Eltern, Tanten und Onkeln, Cousinen und Cousins, Omas und Opas, Nichten, Neffen und anderen Verwandten und Bekannten in der Vorderpfalz. Das Essen von Hannes war super lecker (auch wenn er es nicht hören möchte), die Deko im alten Fachwerkhaus war wunderschön und der Geschenkeberg unter dem Tannenbaum (mit echten Kerzen) aufgrund der vielen Kinder beachtlich. Es gab keine Tränen oder Enttäuschungen – nur von Oma vergessene Salatsoße, die noch schnell nachorganisiert werden musste. Auch mit Benjamins Geschwistern konnten wir am zweiten Weihnachtsfeiertag feiern und dabei das erste Mal unsere neue kleine Cousine/Nichte bestaunen. Bens Bruder Florian, der uns ja schon Anfang Oktober besucht hatte (LINK), war leider krank. Aber wir werden ihn hoffentlich noch vor unserer Rückreise in die USA treffen können.

Opa Rudis Geburtstag

Nach den Feiertagen haben wir uns mit einigen alten Schulfreunden, die zu Weihnachten ebenfalls zu Ihren Eltern nach Hause gereist waren, zum Wandern im Pfälzer Wald, am Rhein und zum gemeinsamen Abendessen (Tapas) getroffen. Aber vor allem stand zwichen den Jahren auch ein richtig großes Fest, nämlich Opa Rudis 75. Geburtstag, vor der Tür, an dem es ein Wiedersehen mit vielen, teils lange nicht mehr getroffenen Verwandten und Bekannten sowie viele Leckereien gab. Umrahmt wurde das Fest mit Musik von den Töchtern und Enkeln sowie einer wirklich tollen Dixie Band.

Silvester

Ein paar Kilo schwerer sind wir über Silvester zu Freunden ins Frankenland gefahren. Vielen Dank an dieser Stelle an all Eure Unterstützung und vor allem die liebevolle Beherbung hier in der Fränkischen. Vor allem haben wir uns sehr gefreut, Euch Bornis, die Ihr in wenigen Monaten auf eine abenteuerliche Reise nach Tanzania aufbrechen werdet, zu sehen (intotheafrica.de)! Die Kinder haben ihre alten Freude so begrüßt, als hätten sie sie erst gestern das letzte Mal gesehen. Auch Benjamin und ich waren in unserem alten Wohnort direkt wieder heimisch. Der große Wunsch der Kinder nach Schnee wurde dann an Silvester auch promt erfüllt, so dass wir sogar Schlitten fahren gehen konnten.
Benjamin hat seine Faszination für Eisblumen und Raureif entdeckt, nachdem er mit seinem Makroobjektiv eines Morgens kurz über die Wiese gehüpft ist. Allerdings scheint das Fotographieren solch bewundernswert filligraner Eiskristalle bei -15 °C ohne Handschuhe – sonst trifft er wohl den Auslöser nicht – wohl nicht so wirklich lange Spass zu machen ;-). Nach mehreren Tagen Schlittenfahren waren wir am Dreikönigstag beim Lichterfest in Pottenstein (1000 Bergfeuer um Pottenstein). Da an diesem Wochenende typischerweise viele Weihnachtsbäume abgeziert werden und die Kinder entsprechend viele ausgediente und meist trockene Bäume an der Straßen gefunden haben, haben wir uns kurzerhand dazu hinreißen lassen, bei den Bornis eine Weihnachtsbaumverbrennung zu zelebrieren – wie immer beeindruckend und beängstigend zugleich. Schon innerhalb weniger 10 Sekunden waren die Nadeln des Baums in einer viele Meter hohen Feuerwalze komplett abgebrannt und nur der Stamm und das Geäst blieben übrig. Also, liebe Leute, aufgepasst mit echten Kerzen; ein normaler Feuerlöscher wird in einem solchen Notfall sicherlich nur bedingt hilfreich sein!
Wir hatten hier wirklich eine schöne Zeit und es werden sicher noch viele schöne Tage in der Zukunft kommen! (IB)

[ursprünglicher Beitrag vom 20.11.2016] Da wir unsere Visa für kommendes Jahr verlängern müssen und den Geburtstag von Inges Papa groß feiern wollen, werden wir kurz vor Weihnachten am 20.12.16 bis 18.1.17 zu unserem zunächst nicht vorgesehenen Winterurlaub in Deutschland zurückreisen. Irgendwie erinnert mich das an unseren Umzug hier in die USA. Wenigstens werden wir mit leichtem Gepäck reisen, nachdem wir im Februar einige Winterklamotten bei Inges Eltern eingelagert haben. Mir graust es schon vor den ersten Nächten mit den Kindern mit Jetlag, die dann wieder zu unmöglichen Zeiten wach sein werden.
Den Flug konnten wir aus Kostengründen mit unserem Umzug in die USA buchen und hatten ihn in weiser Voraussicht bereits letzten Januar auf diesen Tag gelegt. Leider hatte ich versäumt, im Oberdeck Fenstersitzplätze im A380 zu buchen (dort gibt es 2-4-2 Sitzreihen), die bei der Lufthansa in der Economy neben Armablagen sogar große Staufächer aufweisen!
Nach unserer vorläufigen Reiseplanung werden wir Weihnachten in der Vorderpfalz verbringen und die nötigen Unterlagen für die Verlängerung unserer Visa auf den Weg bringen. Kurz vor Silvester wollen wir dann bis zum Ende der Weihnachtsferien nach Erlangen weiter. Wenn Ihr also aus erster Hand erfahren möchtet, wie gut es uns hier gefällt und wieviel Spass und Erfolg die Kinder mit dem Englischlernen haben, werdet Ihr die Gelegenheit bekommen 😉 [Benjamin Butz]